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Natascha Borowsky (*1964)
Im Fokus der Aufnahmen von Natascha Borowsky stehen von ihr gesammelte Objekte, zumeist aus der Natur, oder vom Weg aufgelesene Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Die nur einige Zentimeter großen, vielfach schon durch Alterung oder Witterung kaum mehr erkenntlichen Objekte betrachtet die Künstlerin in ihren Vergrößerungen als individuelle skulpturale Formen. Sie arrangiert sie einzeln auf oft eigens hergestellten Hintergründen, farblich abgestimmt mit nur wenig räumlicher Tiefe. So lenkt sie die Aufmerksamkeit auf kleinste Momente unserer Gegenstandswelt, deren ästhetischer Wert ohne ihre Bilder weitgehend übersehen würde. Doch nicht nur im Einzelnen, sondern auch im Neben- und Miteinander ihrer Photographien lassen sich die vor Augen geführten Formen und Farben um so deutlicher erschließen, und man mag das sensible Abwägen im künstlerischen Prozess nachvollziehen, das den beiläufigen Dingen Bedeutung verleiht, ähnlich einer Kollektion von Talismanen.
Natascha Borowsky hat von 1988 bis 1994 die Klasse von Bernd Becher an der Kunstakademie in Düsseldorf besucht, zuletzt als Meisterschülerin. Es folgten zwischen 1994 und 1998 Arbeitsaufenthalte in Vancouver, Kanada, 2001 ein Atelierstipendium des Landes NRW, Schloss Rengenberg, 2002 ein Stipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen, Einzelausstellungen u. a. 2002 Wunderkammer, Galerie Reckermann, Köln, Statement auf der „Paris Photo“, 2003 Preziosen, Galerie Jean Kämpf, Basel, in der Galerie F6, Schöppingen Findlinge, und 2005 idola, Kulturzentrum Alte Post, Neuss. 2008 arbeitete Natascha Borowsky auf Einladung des Goethe-Instituts in der Künstlerresidenz “Lost Generation Space” in Kuala Lumpur, Malaysia.
Lit.: Natascha Borowsky. Plastik, Text von Margret Baumann, anlässlich der Ausstellung Fluchtpunkt. Plastik. Artefakte. Positionen zeitgenössischer Fotografie von Cornelia Wruck, Natascha Borowsky und Boris Becker, Kunsthalle Recklinghausen 2006/2007, Köln 2006.
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