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Lawrence Beck (*1962)
Der in New York ansässige Photograph Lawrence Beck konzentriert sich in
seinen Photographien, wie sie sich im Bestand der Photographischen
Sammlung befinden, auf einen bestimmten Aspekt von Natur, der weltweit
in Botanischen Gärten und Naturparks zu finden ist. Artifizielle Orte,
an denen die Natur bewahrt und kategorisiert wird, in dem oft jeder
Blume oder jedem Baum ein Namensschild mit der entsprechenden
botanischen Bezeichnung zugeordnet wird.
Sinngemäß schrieb
Walter Guadagni 2007 in seinem Essay über den Photographen, Beck nutze
in den botanischen Gärten, jenen Orten, an denen Wissenschaft und
Kultur gemeinsam Natur inszenieren, die Gelegenheit, Natur wie in einem
Theater zu betrachten, das zu Studienzwecken und zum Vergnügen
eingerichtet wurde. Dabei gehe es Beck vor allem darum, die
Doppeldeutigkeit der illusionären Wirklichkeit offen darzustellen.
So
dienen auch die den Pflanzen beigegebenen Namen als konzeptueller
Rahmen für Becks Schwarzweiß-Photographien. In einer Reihe präsentiert
ähneln sie jenen eines botanischen Lehrbuchs. Als Abstraktion von Natur
leiten sie unser Bild und unsere Wahrnehmung von vegetativen Formen
oder Strukturen. Sie befragen uns nach unserem Verhältnis zur Natur und
zusammen mit den oft poetischen Pflanzennamen, wie sie Lawrence Beck
pointiert vor Augen führt, laden sie geradezu in eine Phantasiewelt
ein, die durchaus nicht ohne Witz ist.
Lawrence Beck studierte
von 1980 bis 1984 am Suny, College At Purchase, New York, 1982 bis 1983
an der Columbia University, New York. Seit 1995 hat Beck an zahlreichen
Gruppenausstellungen teilgenommen und verschiedene Einzelausstellungen
in der Sonnabend Gallery, New York und der Galerie Metropolis, Paris
gehabt.
Lit.: Lawrence Beck, Sonnabend Editions, Musée l’Organe, Lyon 2001 sowie Walter Guadagni „Stories of the eye“, FMR-Magazine, Vol. 21, 2007, www.lawrencecbeck.com
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