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Folkwang-Auriga Verlag
Die wechselvolle Geschichte des Folkwang-Auriga Verlags ist eng mit dem
Schriftsteller und Philosophen Ernst Fuhrmann (1886–1956) verbunden.
Seine Grundlagen gehen auf den Mäzen und Sammler Karl Ernst Osthaus
zurück, der 1902 in Hagen das Folkwang-Museum gründete und dort zu
Anschauungs- und Vortragszwecken ein Bildarchiv anlegen ließ. Dies wurde
1918 Teil der Hagener Verlagsanstalt, die dann ab 1919 unter dem Namen
Folkwang-Verlag firmierte und von Ernst Fuhrmann geleitet wurde. Sah
Fuhrmann zunächst seinen Auftrag darin, ein weltumspannendes Bildarchiv
aller Kunst- und Kulturwerke aufzubauen, erweiterte er ab 1923, nach dem
Konkurs des Folkwang-Verlags und seiner eigenen, nun in Darmstadt
angesiedelten Neugründung des Auriga-Verlags, das Programm um das Thema
der Pflanzendarstellung. 1928 gelang es Ernst Fuhrmann, Restbestände des
Folkwang-Verlags zu erwerben, so dass von nun an der Name
Folkwang-Auriga Verlag gebräuchlich war.
Die Aufnahmen des von
Ernst Fuhrmann geleiteten Verlags können nur gelegentlich auf ihre
Urheber zurückgeführt werden, steht hier eher die übergreifende Idee als
die Eigenleistung der ausführenden Photographen im Vordergrund. Zu den
bekannten Photographen, die für den Folkwang-Auriga Verlag tätig waren,
zählt von 1920 bis 1925 Albert Renger-Patzsch, der, wie er sagt, von
Fuhrmann – der selbst allerdings nie photographiert hat – das Sehen
gelernt habe. Namentlich aufgeführt werden können zudem Fred Koch
(*1904, verschollen im Zweiten Weltkrieg), Assistent von Renger-Patzsch
und dessen Nachfolger, sowie Else Thalemann (1901–1984), die ab 1932/33
mit Fuhrmann zusammen arbeitete.
Die rund 50 Photographien, die
dem Folkwang-Auriga Verlag und dessen Umfeld zugeordnet werden können,
sind eine Dauerleihgabe von Sonja und Rainer Stamm.
Lit.: Rainer Stamm: Die Welt der Pflanze. Photographien von Albert Renger-Patzsch und aus dem Auriga-Verlag, Hrsg. Albert Renger-Patzsch Archiv/Ann und Jürgen Wilde in Zusammenarbeit mit der SK Stiftung Kultur, Ostfildern: Cantz, 1998.
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